Physik Gö Uni Gö
Universität Göttingen
IMP


Preisträger





2015 Stefan Wagner

Pressemitteilung der Universität


Dünne Palladium-Wasserstoff-Schichten als Modellsystem: Kinetik und Thermodynamik struktureller Phasenübergänge unter elastischen und mikrostrukturellen Zwangsbedingungen
Institut für Materialphysik der Universität Göttingen
Betreuer: Prof. Dr. A. Pundt

Herr Stefan Wagner, Jahrgang 1978, studierte zunächst Geologie bis zum Vordiplom an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Dem schloss er ein Studium der Physik an der Universität Göttingen an, welches er mit einer Diplomarbeit zum Thema "Untersuchung der Leitungsmechanismen in wachsenden Palladiumschichten und Veränderung durch Wasserstoffbeladung" am Institut für Materialphysik abschloss. Herr Wagner promovierte im Jahre 2014 in der Arbeitsgruppe von Prof. A. Pundt. In seiner mit dem Peter-Haasen-Preis auszuzeichnenden Dissertation ist es Herrn Wagner gelungen, spannungs- und mikrostrukturelle Beiträge nanoskaliger Schichten zu separieren und so den Einfluss der Größenreduzierung in den Nanometerbereich hinein zu untersuchen. Durch eine ergänzende theoretische Beschreibung können Voraussagen über deren physikalisches Verhalten gemacht werden. Die Ergebnisse spielen bei der technischen Anwendung von Energiespeichermaterialien eine wichtige Rolle, können aber auch allgemein zum Verhalten nanoskaliger Funktionsmaterialien eingesetzt werden.

Preisvergabe 11.01.2016

  • weiter zu den Veranstaltungen


    2013 Karen Teichmann

    Pressemitteilung der Universität


    Scanning Tunneling Spectroscopy of Space Charge Regions in Semiconductors: From single donor to heterostructure systems
    4. Physikalischen Institut der Universität Göttingen
    Betreuer: Dr. Martin Wenderoth

    Frau Teichmann, Jahrgang 1981, studierte Physik an der Universität Göttingen und schloss dieses Studium mit einer Diplomarbeit am IV. Physikalischen Institut der Universität Göttingen ab. Sie promovierte im Jahre 2012 in der Arbeitsgruppe von Dr. Martin Wenderoth. In ihrer mit dem Peter-Haasen-Preis auszuzeichnenden Dissertation hat Frau Dr. Karen Teichmann die hochauflösende Rastertunnelmikroskopie mit viel experimentellem Geschick erfolgreich weiter entwickelt, um anschließend mit dieser Methode die lokalen elektrostatischen Potentiale und Ladungsdichten einzelner ‚vergrabener‘ Störstellen in dotierten Volumenhalbleitern und in Halbleiter-Heterostrukturen abzubilden, zu spektroskopieren und quantitativ zu interpretieren. Mit den durchgeführten originellen Umladungs-Experimenten mit einzelnen Elektronen und mit der Entwicklung der Potential-Spektroskopie von Halbleiter-Heterostrukturen in Dreipolordnung hat Frau Teichmann Pionierarbeit geleistet, was nicht zuletzt durch die häufigen Zitierungen ihrer Publikationen eindrucksvoll unterstrichen wird.

    Preisvergabe 16.12.2013

  • weiter zu den Veranstaltungen


  • 2013 Jann-Ohle Claussen

    Pressemitteilung der Universität


    Elasticity and Morphology of Wet Fiber Networks
    Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation
    Betreuer: Prof. Dr. Stefan Herminghaus, Dr. Martin Brinkmann

    Herr Claussen, Jahrgang 1981, studierte Physik an der Universität Göttingen und schloss dieses Studium mit einer Diplomarbeit am 3.-ten Physikalischen Institut der Universität Göttingen ab. Er promovierte im Jahre 2011 in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Herminghaus und Dr. Martin Brinkmann zum Thema „Elasticity and Morphology of Wet Fiber Networks“. Seit 2012 arbeitet Dr. Claussen als Softwareingenieur bei der me-ti GmbH, Berlin.
    Die Anordnung von elastischen Fasern, z.B. in Wolle, Aerogelen, aber auch im menschlichen Haar, ändert sich grundlegend, wenn das vorliegende trockene Netzwerk von ungeordneten Fasern von einer Flüssigkeit benetzt wird. Diese Änderung der morphologischen Struktur des Faser-Netzwerkes unter Benetzung wird häufig begleitet von einer auch technologisch bedeutsamen Änderung verschiedener Eigenschaften, z.B. der mechanischen und thermischen Eigenschaften des Faser-Netzwerkes. Das Benetzungsverhalten von faserigen Materialien ist daher auch von großer technologischer Bedeutung, z.B. für die Herstellung von Materialien für die thermische Isolierung sowie für Materialien für die Textil- und Papierindustrie.
    In seiner als preiswürdig erachteten Dissertation hat Herr Dr. Jann-Ohle Claussen ein Modell entwickelt, mit dem die Veränderungen der morphologische Struktur eines ungeordneten Netzwerkes analysiert werden können, das aus elastischen, zylinderförmigen Fasern besteht und mit einer benetzenden Flüssigkeit in Kontakt gebracht wird. Mit Hilfe seiner Modellierung ist es Herrn Claussen gelungen, morphologische Parameter wie die Faserausrichtung und -bündelung sowie die Verzerrung des Faser-Netzwerkes unter dem Einfluss der benetzenden Flüssigkeit als auch deren Transport durch das Netzwerk zu bestimmen. Mit den Ergebnissen seiner von großem Ideenreichtum zeugenden Modellierungen hat Herr Claussen damit wesentlich zu einem besseren grundlegenden Verständnis bezüglich der Morphologie und der mechanischen Eigenschaften von benetzten Faser-Netzwerken beigetragen.

    Preisvergabe 16.12.2013

  • weiter zu den Veranstaltungen






  • 2011 Tobias Edler



    Struktur, Wachstum und Phasenumwandlungen dünner Eisen-Palladium-Filme
    1. Physikalischen Institut der Universität Göttingen
    Betreuer: Prof. Dr. Stefan Mayr

    Träger des Peter Haasen-Preises 2011 ist Dr. Tobias Edler, Jahrgang 1981, zur Zeit als Wissenschaftler bei der Carl Zeiss Laser Optics GmbH in Oberkochen tätig. Nach seinem am 1. Physikalischen Institut der Universität Göttingen mit dem Diplom abgeschlossenen Physikstudium promovierte Tobias Edler 2010 in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Mayr (heute Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung und Universität Leipzig) mit dem Thema Struktur, Wachstum und Phasenumwandlungen dünner Eisen-Palladium-Filme. Mit dieser experimentellen Arbeit, die durch molekulardynamische Simulationen untermauert wurde, ist es gelungen, dünne, freistehende einkristalline Eisen-Palladium Filme herzustellen und damit Zugang zur Bestimmung und zum Verständnis von physikalischen Eigenschaften dünner freistehender Filme zu erhalten; diese werden als einkristalline Funktionselemente in zukünftigen Nanosystemen für technische Anwendungen eine wichtige Rolle spielen.

    Preisvergabe 23.1.2012

  • weiter zu den Veranstaltungen






  • 2002 Tobias Jeske



    Nanoanalyse der Frühstadien der Interreaktion von Al/Ni mittels 3D-Atomsondentomographie
    Institut für Materialphysik der Universität Göttingen
    Betreuer: Prof. Dr. R. Kirchheim, Prof. Dr. G. Schmitz

    Tobias Jeske studierte an der Georg-August Universität Göttingen Physik. Nach dem Vordiplom verbrachte er als Stipendiat des Education Abroad Programs ein Jahr an der University of California, Santa Barbara, USA. 1995 kehrte er zurück an die Universität Göttingen ins Institut für Materialphysik, um hier seine Diplomarbeit zu schreiben und anschließend zu promovieren. Für seine herausragenden Leistungen in seiner 2001 eingereichten Dissertation zur „Nanoanalyse der Frühstadien der Interreaktion von Al/Ni mittels 3D-Atomsondentomographie“ erhielt er im Jahre 2002 einen Peter-Haasen-Preis.

    Tobias Jeske war anschließend bis 2007 als „Director Sales Aerial Cables“ bei der Norddeutsche Seekabelwerke GmbH & Co. KG beschäftigt. Seit 2007 ist er Geschäftsführer der Roxtec GmbH und seit 2013 auch als als Regional Sales Director EMEA für die Schwedische Konzernzentrale Roxtec International AB tätig.

    Preisvergabe 2002

  • weiter zu den Veranstaltungen






  • 1997 Peter Gumbsch





    Computersimulationen von Bruchvorgängen
    Max Planck-Institut für Metallforschung Stuttgart

    Peter Gumbsch studierte Physik an der Universität Stuttgart und Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. Seine Doktorarbeit fertigte er am Max-Planck-Institut für Metallforschung und den Sandia National Laboratories, Livermore an. Er promovierte 1991 an der Universität Stuttgart. Nach Forschungsaufenthalten am Imperial College, London und der Oxford University etablierte er am Max-Planck-Institut für Metallforschung die Arbeitsgruppe »Modellierung und Simulation von Dünnschichtphänomenen«. Im Oktober 1997 erhielt Peter Gumbsch den Peter-Haasen-Preis für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Computersimulationen von Bruchvorgängen.

    Peter Gumbsch übernahm im Jahr 2001 den Lehrstuhl für Werkstoffmechanik am Karlsruher Institut für Technologie KIT und die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg und Halle/Saale. Er erhielt zahlreiche weitere Ehrungen und Preise, darunter 1998 den Masing-Gedächtnispreis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde und 2007 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 2009 ist er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

    Preisvergabe 1997

  • weiter zu den Veranstaltungen





  •